Mit ‘Howe Gelb’ getaggte Artikel

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6.2.2009 – Giant Sand – Dornroosje, Nijmegen, Niederlande

26. Februar 2009

Tja, was soll man sagen. Gestern noch ein absoluter Höhepunkt, heute die absolute Katastrophe.

Wie kann so etwas passieren? In erster Linie mache ich das Publikum verantwortlich. Es gibt ja immer wieder Leute, die gehen nicht auf ein Konzert um Musik zu hören, sondern um sich zu unterhalten. Und wenn sie dafür in einen Club gehen und es Musik gibt, müssen sie halt schreien – sonst versteht man sich ja nicht. Und wenn das dann fast alle Besucher tun, ist die Katastrophe da. Ich stand höchstens 5-6 Meter vor der Bühne und habe in leisen Abschnitten die Musik kaum gehört.

Der Band schien es ähnlich zu gehen, die Konsequenz daraus war ein inspirations- und lustlos abgespulter Set. Ich mache es kurz – der Abend war zum Vergessen, der Club wird ab jetzt boykottiert – oder vielleicht besser das ganze Land, denn letztes Jahr hatte ich ein ähnlich desaströses Erlebnis in Roggel.

Aber ich bleibe bei meiner Aussage: Geht zu Giant Sand! Es lohnt sich (normalerweise)!

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5.2.2009 – Giant Sand – Het Depot, Leuven, Belgien

26. Februar 2009

Und nur wenige Tage später ist die neue Bestmarke gesetzt worden.

Was macht ein Konzert so besonders? Ist es einfach die Stimmung? Die Laune der Musiker? Was unterscheidet “ganz gut” von “herausragend”? Wahrscheinlich kann man diese Fragen nicht allgemeingültig beantworten. Aber dieser Abend war ein ganz besonderer Abend (und ich habe Giant Sand / Howe Gelb schon oft gesehen).

Es begann mit einer relativ langen Einleitung. Howe vereinbarte mit dem Publikum, wie es auf neue Stücke reagieren sollte und kam danach auf seine Sorge zu sprechen, dass man ihn in Europa oft nicht versteht (wegen Sprachproblemen). Dies zog sich dann als roter Faden durch das Programm, er gab immer wieder Erklärungen zu einzelnen Stücken ab und fragte dann besorgt nach dem Verständnis. Und bei den (vielen) neuen und unbekannten Stücken forderte er stets eine korrekte Reaktion ein (was natürlich nicht immer klappte).

Aus der lockeren Einleitung entwickelte sich ein magisches Konzert. Die Musiker waren unglaublich locker und mit Freude bei der Arbeit und diese Stimmung übertrug sich dann auch auf das Publikum. Das führte zu sehr intensiven Versionen bekannter und neuer Stücke. Herausragend dabei die Jazz Trio Einlage (die von Anders genutzt wurde, um in der Bar vier Whiskeys zu holen) und die Version von Pitch & Sway mit Riders On the Storm Cover in der Einleitung. Die stimmliche Unterstützung von Lonna Kelley wurde nur selten genutzt – durch die Schwangerschaft scheint sie mittlerweile sehr kurzatmig zu sein – aber das tat dem Konzert
eher gut.

Zum Schluss gab es dann zwei Zugaben, als zweite Better Man Than Me im Duett von Howe und Peter. Dabei machte es besonderen Spaß zu sehen, dass Anders und Thoger nicht einfach hinter der Bühne verschwanden sondern am Bühnenrand saßen und während der lauten Gitarrenpassagen “headbangend” mitgingen.

Ein denkwürdiger Konzertabend – es lohnt sich eben doch immer wieder zu Giant Sand zu gehen.

Schöne Fotos vom Konzert gibt es bei wannabes.be (nach Giant Sand suchen. Eigentlich bieten die auch eine Funktion an, um eine Slideshow extern einzubetten – aber das funzt leider nicht).

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