Mit ‘Kolkhorst’ getaggte Artikel

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4.2.2012 – Kolkhorst – Hauskonzert, Aachen

14. Februar 2012

Mit ihm hat es angefangen – vor ca. 3 Jahren spielte Kolkhorst das erste Hauskonzert in unserem Wohnzimmer. Jetzt war er wieder da und legte einen fulminanten Auftritt hin, ausgestöpselt und absolut akustisch wie beim ersten Mal (obwohl es mittlerweile bei uns technische Unterstützung gibt).

Mit der Akustikgitarre weiß man bei ihm nie was passiert, die Auftritte haben ihre eigene Dynamik und leben von der Interaktion mit den Menschen und den Umständen. Diesmal hatte es ihm das Licht angetan, es gab etliche Schattenspieleinlagen. Daneben aber auch die alten Hits, viel Material vom neuen Album und die gewohnt perfekte Falco-Einlage. Seine Kondition überstieg die eingeplante Konzertzeit bei weitem, leider mussten etliche Zuhörer wegen weiter Fahrten oder Ablösung des Babysitters früher aufbrechen.

Wieder einmal Kolkhorst satt und viel Spaß.

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21.8.2009 und 22.8.2009 – Boot Boo Hook Festival, Faust, Hannover

9. Januar 2010

Ein Festival hatte ich zuletzt irgendwann in den 80ern besucht. Zu Studentenzeiten gehörten jährliche Besuche bei Pinkpop oder später Rock Werchter zu meinem Konzertprogramm (bzw. waren das Konzertprogramm), aber irgendwann wurden die Dinger immer größer und monströser und ich habe die Lust dran verloren. Die heutigen Großereignisse wie Rock am Ring oder Hurricane würde ich mir auf jeden Fall nicht mehr antun. Durch einen glücklichen Umstand kam ich jedoch zu einer Freikarte für das Boot Boo Hook, das Lineup sah eigentlich recht gut aus (für den Freund der Tapete-gefärbten deutschen Musik) und als sich dann auch noch J. in Hannover als Toco-Fan outete und mir eine Übernachtungsmöglichkeit anbot, war der Besuch ausgemachte Sache.

Die Anreise am Freitag gestaltete sich erwartungsgemäß zäh. Trotzdem war ich pünktlich in Hannover, wo erstmal in aller Ruhe gegessen wurde. Schließlich hatten wir vorher einen Plan gemacht und wollten erst um 18:30 Uhr auf dem Gelände sein, erster geplanter Auftritt 18:45 Uhr. Dieser gute Plan geriet dann stark ins Wanken – zuerst bekam das geliehene Rad bei der Anfahrt einen Platten und dann mussten wir uns noch ein Armband umschlingen lassen. Dies erledigten gut ausgebildete Mitarbeiter in kaum weniger als 90 Sekunden pro Besucher und wir stellten uns außerdem gezielt an der Schlange an, wo ein besonders gut geschulter Mensch werkelte. Als wir dann endlich auf dem Gelände waren bekamen wir sofort den nächsten Dämpfer. Knut und die herbe Frau spielten im Faust und das war knallvoll. Wir mussten uns anstellen und neue Besucher wurden nur eingelassen, wenn andere den Saal verließen. In Summe führte das dazu, dass wir noch ziemlich genau 2 1/2 Stücke vom Auftritt mitbekamen, die ich jetzt nicht werten möchte. Außerdem bekamen wir heraus, warum die Leute den Saal verließen: offensichtlich war es nicht die Musik sondern die Hitze und der mangelnde Sauerstoff, der die Leute wieder nach draußen drängen ließ.

Der Anfang war also durchwachsen, der nächste Auftritt auf der Hauptbühne draußen auf der Wiese erwies sich dann aber auch nicht als Stimmungsaufheller. Die alten Helden aus den 80ern, die Fehlfarben gaben einen ihrer seltenen Auftritte. Und auf diesen hätte man problemlos verzichten können. Der Funke sprang überhaupt nicht über, die Musik war in den 80ern kleben geblieben und vermittelte den unangenehmen Eindruck auf einem Schützenfest dem Auftritt einer ehemaligen Hittruppe im Gnadenbrotmodus zu lauschen. Einzig die Zugabe “Paul ist tot” konnte mich ansatzweise versöhnen, insgesamt aber muss ich den Auftritt in die Kategorie “Kannste vergessen” einordnen.

Dann folgte der Höhepunkt für J., für mich wieder mehr oder weniger ein “kaltes Konzert” (obwohl ich sogar eine CD von denen habe): Tocotronic. Sie spielten laut Aussage meines anwesenden Experten ein “risikoloses Festival-Set”, gefiel mir ganz gut. Die Menge um mich herum war deutlich mehr begeistert als ich und anscheinend ausgesprochen textfest, jedes Lied wurde begeistert mitgesungen. Dazu eine erdige Rockmusik mit viel Gitarrenlärm, der dann gegen 23:00 Uhr ein Ende fand – die armen Anwohner, das Festivalgelände liegt mitten in der Stadt.

Zum Tagesabschluss ging es dann noch mal ins Faust, klappte diesmal ganz gut. Hier stand noch ein Highlight für mich auf dem Programm: Kolkhorst. Der leitete vom Soundcheck mit einem vollen Brett sofort in den Auftritt über – 10 Minuten früher anfangen und dann gnadenlos eine halbe Stunde überziehen, so macht man aus einem knappen Zeitfenster einen nahezu normalen Auftritt. Er brachte den Laden dann nochmal so richtig zum Kochen, schön einmal ein elektrisches Kolkhorstkonzert in einer vollen Bude mit ordentlichem Publikum zu erleben. Da steigt der Spaßfaktor doch gewaltig.

Den wirklichen Tagesabschluss bildete dann ein nächtlicher Spaziergang durch Hannover, wegen dem Platten (s.o.).

Der zweite Tag ist schnell erzählt. Vom Programm war er nicht so attraktiv wie der erste Tag, einzig Montag stach etwas heraus – die sollten allerdings auch schon sehr früh spielen. Irgendwie habe ich J. dann doch zum frühen Erscheinen überredet, pünktlich zum Set waren wir da. Und was die da nachmittags um 4 vor vielleicht 200 “Frühaufstehern” ablieferten war aller Ehren wert. Sie taten einfach unbeirrt so, als wären sie der Headliner und spielten entsprechend festivaltauglich mit Publikumsanimation und allem drum und dran, Respekt! Auch sie schafften es ihr Zeitfenster mit Frühstart und leichtem Überziehen etwas auszudehnen (ca. 45 statt 30 Minuten), das war aber immer noch viel zu wenig. Diese Band gehört in den Abend und hat mehr Zuschauer verdient.

Danach war eigentlich schon die Luft raus. Mehr oder weniger interesselos lauschten wir jeweils ein oder zwei Songs von Dirk Darmstaedter, Fotos und Tele, dann beschloss ich nach Hause zu fahren.

Fazit: schöner Freitag, schlapper Samstag – durchwachsen.

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21.5.2009 – Kolkhorst + Lacrosse – Musikbunker, Aachen

8. September 2009

Donnerstag, Feiertag, langes Wochenende, gutes Wetter – wer geht da schon zu einem Konzert? Die Frage beantwortete sich leider ziemlich schnell – kaum einer. Gegen 21:00 hatten sich vielleicht 15 Zuschauer versammelt, was in einem großen Saal doch ein gewisses Gefühl der Leere aufkommen lässt. Wenn man dann mal meine Familie und die von mir zum Kommen Motivierten abzieht, bleibt kaum noch jemand übrig. Keine guten Voraussetzungen also.

Kolkhorst ließ sich davon aber nicht sichtbar beeindrucken. Er spielte einen routinierten und soliden Set, diesmal mit Unterstützung von Lady Yamaha (seinem Drumcomputer). Es wurde also etwas flotter und lauter als bei den bisher in diesem Jahr gesehenen Shows – aber das muss ja kein Nachteil sein. Es war wieder mal ein Vergnügen – leider diesmal im falschen Rahmen.

Nach kurzer Pause stürmte dann Lacrosse auf die Bühne. Wieder mal ein Überraschungskonzert, ich kannte bisher nur den Namen. Was dann aber in der nächsten Stunde abging, war die absolute Überraschung: flotte und gute Rocksongs, etwas New Wave – inspiriert. Ein wirklich tolles Konzert, das sicherlich viel mehr Zuspruch verdient gehabt hätte. Leider gingen in der Pause nach Kolkhorst und zu Beginn des Auftritts ein großer Teil der Leute schon wieder, pro Bandmitglied waren nur noch ca. anderthalb Zuschauer anwesend. Sehr schade, in einem kleinen Saal wäre das vielleicht noch so gerade ok, im Musikbunker war es schon etwas peinlich und unangenehm. Auch Lacrosse waren jedoch sehr professionell und ließen sich nicht unterkriegen – Chapeau.

Sie ließen sich sogar noch zu einer Zugabe überreden, obwohl der Applaus bei den paar Leuten nicht allzu laut gewesen sein kann.

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18.4.2009 – Kolkhorst – Ex-Lindenhof, Duisburg

19. Mai 2009

Wieder mal ein Kneipenkonzert, Eintritt frei. Das führte dazu, dass die Mehrzahl der Besucher nicht wegen der Musik in den Ex-Lindenhof gekommen waren, sondern weil es halt die Stammkneipe ist. Doch eine volle Wagenladung aus Aachen half dabei, das Verhältnis einigermaßen erträglich zu gestalten. Insgesamt waren wohl so ca. 20-30 Leute anwesend (inkl. der üblichen Kneipenfluktuation).

Kai-Uwe war wegen Schlafmangel etwas angeschlagen, lieferte aber dennoch einen schönen Set ab. Diesmal mit elektrischer Gitarre (aber ohne Effekte, also doch irgendwie akustisch) wurden alle Hits und natürlich auch die neuen Stücke (die schon fast vertraut klingen) dargeboten. Daneben und dazwischen immer mal wieder ein Cover, für den anwesenden Metalfan eingedeutschte Versionen von Megadeath und (auf Wunsch) Metallica und natürlich auch Falco. Das Konzert dauerte schließlich ca. 3 Stunden und wurde mit einer schönen letzten Zugabe mit 3 Besser-Stücken beendet. Diese Stücke habe ich zum ersten Mal live gehört, besonders “In Deinen Augen schlafen” hat mir sehr gut gefallen.

Kolkhorst – live wie immer eine Bank, beste Unterhaltung für den Samstagabend.

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5.3.2009 – Kolkhorst – Hauskonzert, Aachen

22. März 2009

Kolkhorst bei mir zu Hause – es war der Hammer. Total ausgestöpselt im Wohnzimmer (3 Sekunden Soundcheck, Stuhl hingestellt, fertig) hat er meine Gäste und mich fast 3 Stunden aufs Beste unterhalten. Ein einmaliges Erlebnis, unglaublich intensiv. Mein erstes Hauskonzert – und nach etwas Abstand muss ich sagen: Hoffentlich nicht das Letzte.

Die meisten Gäste kannten seine Musik wenig oder gar nicht. Aber als erfahrener Entertainer war das für Kai-Uwe kein Problem. Die Leute wurden halt abgeholt, zum Teil durch eingestreute Coverversionen (vor allem Falco), und zu den eigenen Stücken hingeführt. Die Gastgeber bekamen ihre Wünsche erfüllt (alle Hits: Der Mond, Zeig mir die Stadt, Laura, Mensch ärgere Dich nicht, Nötigerweise, …) und zusätzlich wurden viele neue Stücke vorgestellt, die den Kern des neuen Akustikalbums (erscheint noch in diesem Jahr) bilden. Diese neuen Stücke lassen etwas Großes erwarten, ich freue mich schon auf die Veröffentlichung.

Ein rundum gelungener Abend, und zusammen mit dem Drumherum (Kai-Uwe blieb noch bis zum nächsten Abend bei uns) der absolute Höhepunkt meiner Konzerthistorie. Ein Konzert selber bei sich zu Hause zu “veranstalten” ist ein unglaublich tolles Erlebnis (zumindestens wenn alles klappt), probiert es doch mal aus!

Kai-Uwe Kolkhorst

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