Donnerstag, Feiertag, langes Wochenende, gutes Wetter – wer geht da schon zu einem Konzert? Die Frage beantwortete sich leider ziemlich schnell – kaum einer. Gegen 21:00 hatten sich vielleicht 15 Zuschauer versammelt, was in einem großen Saal doch ein gewisses Gefühl der Leere aufkommen lässt. Wenn man dann mal meine Familie und die von mir zum Kommen Motivierten abzieht, bleibt kaum noch jemand übrig. Keine guten Voraussetzungen also.
Kolkhorst ließ sich davon aber nicht sichtbar beeindrucken. Er spielte einen routinierten und soliden Set, diesmal mit Unterstützung von Lady Yamaha (seinem Drumcomputer). Es wurde also etwas flotter und lauter als bei den bisher in diesem Jahr gesehenen Shows – aber das muss ja kein Nachteil sein. Es war wieder mal ein Vergnügen – leider diesmal im falschen Rahmen.
Nach kurzer Pause stürmte dann Lacrosse auf die Bühne. Wieder mal ein Überraschungskonzert, ich kannte bisher nur den Namen. Was dann aber in der nächsten Stunde abging, war die absolute Überraschung: flotte und gute Rocksongs, etwas New Wave – inspiriert. Ein wirklich tolles Konzert, das sicherlich viel mehr Zuspruch verdient gehabt hätte. Leider gingen in der Pause nach Kolkhorst und zu Beginn des Auftritts ein großer Teil der Leute schon wieder, pro Bandmitglied waren nur noch ca. anderthalb Zuschauer anwesend. Sehr schade, in einem kleinen Saal wäre das vielleicht noch so gerade ok, im Musikbunker war es schon etwas peinlich und unangenehm. Auch Lacrosse waren jedoch sehr professionell und ließen sich nicht unterkriegen – Chapeau.
Sie ließen sich sogar noch zu einer Zugabe überreden, obwohl der Applaus bei den paar Leuten nicht allzu laut gewesen sein kann.
