Mit ‘Miss Quincy’ getaggte Artikel

h1

4.3.2011 – Miss Quincy – Bahia de Cochinos, Castrop-Rauxel

9. März 2011

Nach dem begeisternden Konzert im Patronaat und dem Angebot einer Mitfahrgelegenheit für die halbe Strecke fiel es mir leicht den Weg mitten ins Ruhrgebiet anzutreten.

Der Auftritt im Bahia geriet völlig anders. Miss Quincy und Lefty passten ihren Set der Umgebung an, in einer Kneipe mit Raucherlaubnis und teilweise quasselnden Zuschauern fallen die Balladen eben hinten rüber. Stattdessen rücken Rock und Blues in den Vordergrund, daher gaben auch die elektrischen Gitarren über weite Teile des Konzerts den Ton an.

Das Ergebnis war nicht schlechter als eineinhalb Wochen vorher, dennoch hätte ich die eine oder andere langsame Nummer sehr gerne gehört. Eines der Opfer auf der Setlist war eines meiner Lieblingsstücke vom Album: Record Store. Sehr schade.

Dennoch ein gelungener Abend, dass Miss Quincy rocken kann wusste ich ja schon. Anbei noch ein Video, diesmal leider ohne “Plektrenverbrennung”:

h1

22.2.2011 – Miss Quincy – Patronaat, Heerlen, Niederlande

25. Februar 2011

Was für ein tolles Konzert! Zum ersten Mal auf dem europäischen Kontinent unterwegs präsentierte sich Miss Quincy mit ihrem Gitarristen Tyler (Spitzname Lefty – überhaupt häufen sich in der letzten Zeit Konzerte mit linkshändigen Gitarristen) in allerbester Spiellaune. Neben ihren eigenen Songs verfügt sie über ein anscheinend unerschöpfliches Repertoire aus dem “American Songbook” von Folk und Country (I Still Miss Someone, Hank Williams) über Blues (Bad Luck Woman, Memphis Minnie), Soul und Gospel bis zum Jazz (Sugar In My Bowl, Nina Simone). Das Konzert verging wie im Flug, nach einem überlangen ersten Set musste sie vom Veranstalter am Ende gebremst werden, sonst hätte sie wohl noch die ganze Nacht durchgespielt.

Beim Konzert entwickelte sich eine eigentlich für Hauskonzerte typische Stimmung. Schöne Geschichten und Erklärungen zu den Songs, die Setlist wurde nur ab und an mal zu Rate gezogen um zu schauen was noch nicht gespielt war. Ansonsten spielte sie spontan was ihr gerade in den Sinn kam (oder vom Publikum gewünscht wurde), dabei wurde auch nicht vor “Songs we don’t know” zurückgeschreckt.

Der Höhepunkt war ein unplugged-Ausflug ins Publikum, bei dem Tyler am Ende eines Stückes so schnell und wild spielte, dass sein Plektrum im wahrsten Sinne des Wortes “dahinschmolz”. Miss Q brach das Stück mit lautem Lachen ab und meinte es wäre das erste Mal das es bei einem Auftritt so verbrannt riecht, Tyler präsentierte dabei die kläglichen Reste des Stücks Plastik.

Anbei noch ein Video aus dem Konzert (danke Conny) und Fotos findet man hier.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.