Das Den Herberg in Belfeld ist eine gemütliche Kneipe, direkt an der Maas gelegen. Da Vanessas niederländischer Agent Hans ganz in der Nähe lebt, war es wohl eine naheliegende Wahl hier die Frühjahrstour zu beginnen. Und Hans hatte auch noch kräftig die Werbetrommel gerührt, der Raum war mit 40-50 Leuten schon gut gefüllt, als ich pünktlich zu Konzertbeginn eintraf.
Glücklicherweise war der Flughafen Schiphol einen Tag früher noch geöffnet, um ein Haar hätte der Eyjafjallajökull die Tournee für Vanessa abgesagt. Das wäre sehr schade gewesen, denn sie und ihre Mitmusiker Manuel Schicchi (Gitarre) und Alex Akela (Bass, Violine und Mandoline) boten eine gewohnt gute Show. Im ersten Set hakte es an einigen Stellen noch ein wenig, aber nach der Pause waren die Anfangsschwierigkeiten überwunden und alles lief rund.
Ein kleiner Kritikpunkt für mich ist das es keine neuen Stücke in der Setlist gab. Nach anderthalb Jahren Tour mit dem Album “Sweetheart, Keep Your Chin Up” hätte ich mir etwas Neues gewünscht. Das Problem hat sie wohl auch erkannt, es wurden vermehrt ältere Stücke in die Setlist eingeflochten und es gab auch ein paar neue Covers. Überraschend für mich war das ein Stück der Beatles im Repertoire gelandet war, damit hätte ich nicht gerechnet.
Aber diese Einschränkung ist wirklich klein. Zur guten Musik gab es auch ein sehr aufmerksames und ruhiges Publikum, die Niederlande sind dabei sich nach den schlechten Erfahrungen des letzten Jahres (hier und hier) zu rehabilitieren.

Foto: Marcel Houweling
